AG 60 plus Vorstand informiert sich über die aktuelle Flüchtlingslage im Landkreis Cuxhaven

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Hans-Joachim Kerber, Vorsitzender und Friedhelm Ottens, Referent

 

Der Vorstand der SPD Senioren im Landkreis will sich immer auf dem Laufenden halten. Dafür hatte er sich für seine letzte Sitzung im Jahr 2015 neben dem Tagesgeschäft Friedhelm Ottens, den Sozialdezernenten des Landkreises Cuxhaven, eingeladen, um sich über die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis zu informieren. Es gibt kaum jemanden, der so genau Bescheid weiß wie er.

 
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Aufmerksamme Vorstandsmitglieder

Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen ist auch im Landkreis Cuxhaven zu merken. Das wird zum Beispiel an der Zahl der unbegleiteten Flüchtlinge deutlich: Aus ehemals 25 sind schon 75 geworden.  Dabei gelten Jugendliche als unbegleitet, wenn sie ohne Eltern einreisen. Teilweise haben sie aber Anbindung an andere Verwandte. Ihnen gilt eine besondere Fürsorge.
Alles zusammen führt zu großen finanziellen Belastungen. Die finanziellen Mittel sind zwar vom Land und Bund beträchtlich erhöht worden. Es dauert aber eine ganze Weile, bis die Gelder auch im Landkreis ankommen. Die Mittelzuweisungen erfolgen nämlich nach alten Flüchtlingszahlen. Das führt zu akuten finanziellen Engpässen, die sich später wieder  ausgleichen.

Bisher konnten die Flüchtlinge nach überstandener Erstaufnahme in leerstehenden Wohnungen im Landkreis untergebracht werden. Dabei tritt auch der Nebeneffekt ein, dass Vermieter  das große Geschäft wittern und bei den Mieten ausgiebig zuschlagen. Das geht aber nicht in unbegrenzter Höhe, denn es gibt auch für Mieten für Bedürftige Richtlinien, die auch für Flüchtlinge gelten. Dennoch ist die Unterbringung in Wohnungen integrationsfreundlicher als große Sammelunterkünfte und fördert die Unabhängigkeit und Eigeninitiative der Betroffenen.
Der Landkreis unterstützt das Land bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen. Dabei sind Sammelunterkünfte nicht zu vermeiden, denn es braucht seine Zeit, bis die Unterbringung in Wohnungen möglich ist. Für die ehemalige Kaserne in Altenwalde  werden bis zu 1000 Personen erwartet. Recht häufig verlassen die Flüchtlinge die Notunterkünfte, weil ihnen die äußeren Bedingungen (z.B. fehlendes WLAN)  nicht ausreichen. Dennoch wird die Sporthalle in Hagen  vermutlich benötigt.

Vordringliche Aufgabe ist es, aus den Flüchtlingen Bürger zu machen. Das geht nur mit besonderen Anstrengungen: Die Kindertagesstätten werden mit weiteren Mitarbeitern ausgestattet, berufsvorbereitende Kurse an den Berufsschulen, Sprachkurse und Vieles mehr. Dazu ist eine gute Koordination notwendig. Die beteiligten Stellen und Behörden – z.B. Arbeitsagentur,  Schulen und Gemeinden -  gehören an einen Tisch. Trotz aller staatlichen Anstrengungen ist der ehrenamtliche Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern weiterhin nötig und unverzichtbar, um die Riesenaufgabe zu meistern. Auf jeden Fall ist die Spenden-  und Hilfsbereitschaft ungebrochen und riesig.

Insgesamt betrachtet können wir im Landkreis also sicher sein, die Mammutaufgabe zu bewältigen.

 
 
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